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Stimmungsvolle Winterfeier im Forum

Weihnachten ist die Zeit der Traditionen und die Winterfeier des Musikvereins am vergangenen Samstag ist da keine Ausnahme. Jahr für Jahr präsentieren die Kapellen ihr musikalisches Repertoire und feiern mit Mitgliedern und Gästen die vergangenen zwölf Monate.

Die Jugendkapelle eröffnete diesen Abend mit der Lieblingsbeschäftigung der hohen Gesellschaft und Tänzen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die „Overture Español“ von John Higgins entführte das Publikum zu stolzen Stierkämpfern und elegantem Flamenco. Im starken Kontrast dazu ließ der „Salzburg Dance“ von Wolfgang Amadeus Mozart eine Schlittenfahrt durch die Winterlandschaft vor dem inneren Auge der Zuschauer entstehen. Arrangiert wurde er von Alfred Bösendorfer, genauso wie Joseph Haydns „Prague Dance“. Mit diesem leichtfüßigen Menuett lebte die Zeit der höfischen Tänze, opulenten Kleider und prunkvollen Säle noch einmal auf.

Prachtvolle Inneneinrichtung findet man auch in der alten Pariser Oper, deren Kellerbewohner die zentrale Rolle in Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „The Phantom of the Opera“ spielt. Eine dramatische Liebesgeschichte vor der historischen Kulisse, erzählt mit bombastischer Musik – die Jugendkapelle brachte all das im Arrangement von Johnnie Vinson gekonnt auf die Bühne.

Tanzen muss allerdings nicht immer klassisch sein. Mit „Salute to Louis Armstrong“ von Eric Osterling ging es ins vibrierende New Orleans, von wo aus der legendäre Jazztrompeter Musikgeschichte schrieb. Die Jugendkapelle verabschiedete sich schließlich mit einer augenzwinkernden Hommage an das wichtigste Instrument im Orchester und „All About That Bass“ von Meghan Trainor vom Publikum.

Hochherrschaftlich eröffnete die Stammkapelle ihren Programmteil mit „Kaiserin Sissi“, einem Marsch in dem Timo Dellweg der bekanntesten österreichischen Regentin ein musikalisches Denkmal setzte. Ein Monument aus Stein ist hingegen die von Jacob de Haan vertonte französische Burg „Castrum Alemorum“. Das gesellige Treiben, die Ankunft des Königs und die traumhafte Landschaft der Umgebung erweckte die Kapelle in diesem Stück kunstvoll zum Leben. Adlig sind die Figuren aus Chuck Mangiones „Children of Sanchez“ zwar beileibe nicht, die Strukturen und Verpflichtungen in der mexikanischen Bauernfamilie sind allerdings nicht weniger starr. Das Publikum fühlte dabei den dramatisch umgesetzten Befreiungskampf der Tochter nach.

Obwohl auch er nicht aus königlichen Verhältnissen stammte, adelte Freddie Mercury sich mit Queen selbst. „Bohemian Rhapsody“ ist ein unerreichtes Meisterwerk und den Musikerinnen und Musikern gelang es, mit diesem Stück einen Höhepunkt des Konzerts zu setzen. Passend zur bürgerlichen Queen standen als nächstes die Gypsy Kings auf dem Programm. „Bamboleo“ sorgte für gute Laune und der eine oder die andere musste den Drang zum Mittanzen bekämpfen.

Die abschließende Polka „Ehrenwert“ wurde von Martin Scharnagl zwar zum 55-jährigen Bestehen des Musikverlags Rundel komponiert, fasste aber diesen Winterfeier-Abend sehr gut zusammen. Mit ihrem anspruchsvollen Programm zeigten sich die Orchester auch in diesem Jahr von ihrer besten Seite. Außerdem möchten wir uns wieder einmal bei den vielen helfenden Hände in Organisation, Aufbau und Küche bedanken – besonders auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Dieses Engagement ist aller Ehren wert!

Auch der Vizepräsident des Blasmusikverbands Michael Trippner griff rhetorisch auf „Ehrenwert“ zurück, schließlich durfte er verdiente Vereinsmitglieder ehren. Manuela Schröder wurde für 20-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet, Marcel Kotschner und Ralf Kromer sind bereits 30 Jahre im Musikverein aktiv. Die Ehrennadel für 40-jährige aktive Mitgliedschaft bekam Klaus Bauer überreicht. Je 50 Jahre sind Klaus Kohnle und Steffen Zoller schon aktive Mitglieder, Letzterer wurde für sein herausragendes Engagement im Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Das halbe Jahrhundert als aktive und fördernde Mitglieder haben auch Rudi Göbl und Edwin Wenzelburger erreicht; Julika Weldle und Markus Auch wurden für je 15 Jahre als Funktionsträger ausgezeichnet. Seit 2004 leitet Jochen Schmid als Dirigent die Stammkapelle, im Blasmusikverband ist er allerdings bereits 30 Jahre aktiv und bekam dafür die Dirigentennadel mit Gold und Diamant verliehen.

Natürlich wurden auch langjährige Fördermitglieder in diesem Jahr geehrt. Armin Brandstetter, Christa und Horst Hebel, Marie Kohlberger und Karl Kraus unterstützen den Musikverein bereits seit 25 Jahren. Für 40 Jahre als fördernde Mitglieder wurden Gerhard Weimer, Ralf Wenzel, Rolf Aichele und Walter Gluiber ausgezeichnet. Ganze 50 Jahre sind Richard Göbl und Wolfgang Greiner dem Verein schon als Fördermitglieder verbunden.

Zum Ende des Abends gab es dann noch einen echten Kracher auf der Bühne: Die Musiker machten dem „Marschkonfetti“ von Xaver Lecheler alle Ehre und spielten nicht nur über 20 verschiedene Märsche und Polkas in einem einzigen Stück, sondern boten nebenbei noch sehr viel Unterhaltung. Konfetti, Luftschlangen und tosender Applaus gaben der Winterfeier einen standesgemäßen Abschluss.

Dreizehn Jahre nach dem letzten Besuch in der Schweiz hat sich am 21.09.2019 endlich wieder ein Bus von Großbettlingen zur befreundeten Musikgesellschaft nach Bärschwil aufgemacht. Nach einer Pause mit einem großartigen Vesper und Blick auf den Titisee sowie einem zweiten Zwischenstopp in Basel war das malerische Dorf der Partnerkapelle dann schließlich erreicht. Dort wurden wir mit gehissten Flaggen, einem Willkommens-Plakat und offenen Armen begrüßt. Einige Musikerinnen und Musiker wurden von ihren Gastfamilien in Empfang genommen, der Rest bezog das Quartier im Gemeindehaus. Und siehe da, im Proberaum entdeckten wir zahlreiche Bilder aus Großbettlingen, die bei vergangenen Besuchen überreicht wurden – Heimweh konnte nun wirklich nicht aufkommen.

Für Sightseeing in Bärschwil blieb nur wenig Zeit, denn obwohl die wunderschöne Landschaft und sämtliches Weidetier wirklich einen Spaziergang wert sind, stand am Abend das Jahreskonzert der Schweizer Musikfreunde auf dem Programm. Getreu dem Oktoberfest-Motto war die Halle in blau-weiß geschmückt, es gab Leberkäse und Weißwürste und die Kapelle hatte ein unterhaltsames Programm aus Festzelt-Klassikern zusammengestellt, das dem Publikum ordentlich einheizte. Mitsingen und -klatschen war Pflicht und beim „Fliegerlied“ gab es sogar die ersten Tänze des Abends. Begleitet wurden die Hits wie „Hulapalu“ und „Atemlos“ von der unterhaltsamen Geschichte über den Schweizer Seppi, der beim Oktoberfest seine große Liebe aus Großbettlingen findet.

Verschiedenste Kandidatinnen und Kandidaten für Seppi nahmen schließlich in der zweiten Hälfte auf der Bühne Platz und leiteten zum konzertanten Teil des MVGs über. Auf einen Marsch zum Auftakt folgten zwei Solo-Stücke für Querflöte und Klarinette, bevor mit einem ABBA-Medley der Bogen zurück zur Unterhaltungsmusik geschlagen wurde. Dort wartete ein besonderes Potpourri aus bekannten Märschen auf das Publikum und wer jetzt wissen möchte, was es damit auf sich hat – herzliche Einladung zu unserer Winterfeier am 7. Dezember! Das Highlight war jedoch der gemeinsame Konzertabschluss beider Orchester: Mit einer Polka und zwei Märschen verabschiedeten sie sich vor Standing Ovations der voll besetzten Halle. Das Bärschwiler Oktoberfest wird definitiv noch lange in Erinnerung bleiben.

Doch damit war die Nacht natürlich noch längst nicht zu Ende. Eine Band lud auf der Bühne zum Tanzen ein, die Bar war eröffnet und trotz kleinerer Sprachbarriere verfolgten alle gespannt die Tombola-Ziehung. Alles weitere kann getrost unter „kultureller Begegnung“ zusammengefasst werden. Bärschwiler und Großbettlinger feierten gemeinsam das Wiedersehen und wie es sich für Musikkapellen gehört, durfte ein weiteres kleines Ständchen natürlich nicht fehlen…

Nach einer zugegebenermaßen eher begrenzten Menge an Schlaf für die meisten Musikerinnen und Musiker kehrten alle am nächsten Morgen in die Festhalle zurück, wo ein wunderbares Frühstücks-Büffet sie bereits erwartete. Bircher-Müsli, Rösti, Ovomaltine – die landestypischen Spezialitäten waren hervorragend und weckten beim ein oder anderen auch wieder die Lebensgeister.

Leider rückte auch der Abschied immer näher. Der Bus fuhr ein, Instrumente und Koffer mussten wieder verstaut werden und dann war es auch schon Zeit Auf Wiedersehen, beziehungsweise Uf Wiederluege zu sagen. Mit einem Abschiedsfoto und vielen großartigen Erinnerungen im Gepäck trat der Musikverein die Heimreise an. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Bärschwiler hat dieses Wochenende zu einem besonderen Erlebnis gemacht, es war ein absolutes Highlight in diesem Jahr bei dem alte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen wurden. Vielen Dank an alle Organisatoren und Helfer, die diese wunderbare Konzertreise ermöglicht haben!

Sonne, Achterbahnen, Platzkonzert – der 02.07.2019 war ein gelungener Tag für die Jugendkapellen aus Großbettlingen und Walddorf.

In der vergangenen Woche ging es wieder einmal frühmorgens los und die gemischte Truppe machte sich auf in Richtung Rust. Ein Konzert in der malerischen Umgebung des Parks, in der verbleibenden Zeit sämtliche Attraktionen testen und das alles noch gemeinsam mit Freunden? Kein Wunder, dass die jungen Musiker gerne der Einladung zum Euromusique-Festival folgten. Sie wurden mit tollem Wetter belohnt und konnten so Konzert und Freizeit in vollen Zügen genießen. Gute Unterhaltung war dabei garantiert, vor allem auch für die Zuhörer, die ein abwechslungsreiches Programm geboten bekamen. Am Ende fiel es allen schwer sich loszureißen und die Heimreise anzutreten, es bleibt also nur auf eine Einladung im nächsten Jahr zu hoffen.

Nach dem Maihock gab es keine lange Pause für das Jugend-Team, denn die zweite Edition des Flashmob-Orchesters in Zusammenarbeit mit den Original Raidwanger Dorfmusikanten stand bereits am 4. Mai an. Wieder hatte sich eine Gruppe interessierter Kinder und Erwachsener gefunden, die einmal ausprobieren wollten, wie sich das Musizieren im Orchester anfühlt.

Am Vormittag lernten sie mit Helfern aus der Jugend- und Stammkapelle ihre neuen Instrumente kennen und erlernten erste Töne. Nach dem Mittagessen war dann aber erst einmal Pause angesagt: Bei verschiedenen Spielen lernten sich die Nachwuchs-Musiker besser kennen.

Für das Zusammenspiel natürlich auch sehr hilfreich und dieses wurde anschließend noch einmal besonders geübt. Wozu dient eigentlich eine Dirigentin? Und wie schafft man es zumindest einigermaßen gleichzeitig zu spielen? Diese Fragen, welche auch noch erfahrene Musiker immer wieder beschäftigen, wurden an diesem Nachmittag ausführlich geklärt.

Nach weiterer konzentrierter Probearbeit kam dann endlich der große Augenblick. Im prallgefüllten Studio 1 präsentierte sich das neu formierte Flashmob-Orchester aus Neueinsteigern, Bläserklasse und Jugendkapelle dem Publikum. Mit der Titelmelodie aus "Jurassic Park" und "When the Rhinos do the Rhumba in the Rain" zeigten sie, was in so kurzer Zeit schon zu schaffen ist. Neue Erfahrungen und vor allem ganz viel Spaß - sowohl die Teilnehmer als auch die Organisatoren hatten einen tollen Tag.

Zum ersten Mal veranstaltete der Musikverein Großbettlingen den Hock am 1. Mai und wurde prompt von gutem Wetter begrüßt: Strahlender Sonnenschein lockte zahlreiche Maiwanderer auf den Vorplatz des Forums.

Der Musikverein aus Walddorfhäslach umrahmte den Frühschoppen musikalisch und die Bänke unter dem Maibaum füllten sich schnell. Bei Wurst, Steak, Pommes, Kuchen und kühlen Getränken konnte man den ganzen Nachmittag über gemütlich beisammensitzen.

Die Jugend des Musikvereins gestaltete den zweiten Teil des Programms, beginnen durften die Kinder der Musikalischen Früherziehung. Mit viel Freude tanzten und sangen sie unter dem Maibaum und zeigten, was sie in den vergangenen Wochen geübt hatten. Für diese tolle Vorführung bekamen sie auch ordentlich Applaus.

Im Anschluss übernahm die Jugendkapelle die Bühne und lieferte mit ihrem abwechslungsreichen Programm wie immer gute Unterhaltung für die Anwesenden. Mittlerweile war kein Platz mehr frei und die Stimmung blieb auch gegen Festende großartig.

Der Musikverein Bernhausen spielte zum Ausklang für die Vielen, die auch gegen Abend noch die Sonne genossen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Besuchern für das überaus gelungene Fest! Außerdem gilt ein großer Dank all unseren fleißigen Helfern und dem Bauhof-Team für die Unterstützung beim Stellen des Maibaums. 

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